Lost in MV (Mach3) – Mein persönlicher Rückblick
Es war 2015. Ich machte einen Powertrail in der Nähe von Schleswig. Da sah ich ein Kärtchen neben dem Logbuch: Lost in MV. Kurz die Suchmaschine bemüht – ein Mega! Leider genau an diesem Wochenende und auch noch ein Stück entfernt. Schade, dachte ich. Zu dieser Zeit war ich wohl noch nicht verrückt genug*.
Ein oder zwei Wochen später besuchte ich ein Event in Rendsburg. Viele berichteten begeistert davon: von der Stimmung, dem Programm, den Menschen. Ich ärgerte mich, nicht dabei gewesen zu sein.
In den folgenden Jahren erlebte ich viele weitere Events, Caches und spannende Geschichten. Irgendwann hörte ich auf einem Event: „Schon gehört? Lost in MV ist wieder, sogar schon Mega!“ Schnell den GC-Code eingegeben, angemeldet – und ich begann mit den Vorbereitungen.
Ich bastelte fleißig an einem neuen Cache, in dem einiges an Technik verbaut war. Da kam mir eine Idee: Auf all den Megas und Gigas, die ich bis dahin besucht hatte, gab es noch keinen Elektronik-Workshop. Also schrieb ich die Orga an und erzählte von meinem Plan. Verrückt genug war ich inzwischen ja.
Auf einem Event in Torfhaus im Harz besprachen wir weitere Details. Ab da schickte ich Updates zum Workshop, zum Bausatz und bekam Informationen zur Planung. Der Workshop wurde in den Shop aufgenommen, und sogar ein Zusatztermin sollte möglich sein. Ehrlich gesagt: Es wurde knapp mit der Vorbereitung. Die Software für den Bausatz lief noch nicht perfekt, aber am Ende war alles rechtzeitig fertig.
Nun ging es los – das Auto vollgepackt mit eigenen Sachen und Material für den Workshop. Vor Ort konnte ich noch hier und da mit anfassen, bekam sogar eine kleine Privattour durch die Hallen und sah, wie sich die vielen Puzzleteile zu einem großen Ganzen, dem Event, zusammenfügten.
Die Aufregung war groß, sodass ich manches gar nicht richtig genießen konnte. Alle Helfer und Komplizen schienen genau zu wissen, was zu tun war – fast so, als würden sie jedes Wochenende ein solches Event auf die Beine stellen. Dann wurden die Tore für die Besucher geöffnet, die Händlermeile füllte sich, ebenso Park- und Stellplätze. Viele bekannte Cacher aus meiner Homezone konnte ich begrüßen.
Und dann war es soweit: mein erster Workshop. Ich baute alles auf, stellte Stühle und Tische zurecht, bekam die Liste der Teilnehmer. Der Raum füllte sich, und ich legte los. Es war schön, den begeisterten Cachern zu zeigen, wie manche Technik funktioniert und welche Möglichkeiten für kreative Dosen es gibt.
Auch der zweite Workshop war von einer Menge Aufregung geprägt. Leider habe ich dadurch einiges andere verpasst. Aber egal, wo ich war – ob vor der Bühne, bei den Händlern, an der Antonov, in den Hallen oder bei den Campern: Überall sah ich zufriedene, glückliche Menschen.
Inzwischen war Samstagabend. Das große Feuerwerk stand bevor – und ich war beeindruckt, was hier alles umgesetzt wurde. Sprachlos saß ich da. Es war noch angenehm warm, und ich genoss für einen Moment die Ruhe. Nach und nach kamen Cacher vorbei, wir unterhielten uns, als würden wir uns schon ewig kennen.
Und genau das ist Lost: Es ist nicht nur ein Event, nicht nur ein Mega. Es ist ein großes Wir.